Willkommen zu unseren Vorlesungen

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Wir freuen uns, wenn wir Sie mit unserem Programm begeistern können!

Jahresprogramm 2025

Das Frühjahrssemester 2025 beginnt am 19. Februar 2025.

Apr.
9
Mi.
2025
Migräne: Ich sehe, was Du nicht siehst
Apr. 9 um 14:30
Migräne: Ich sehe, was Du nicht siehst @ ZHAW School of Management and Law

PD Dr. Athina Papadopoulou
Oberärztin für Neurologie, Universitätsspital Basel

Kopfschmerzen sind sehr häufig und können viele verschiedene Ursachen haben. Meistens sind sie «primär» (harmlos), es gibt aber auch «sekundäre Kopfschmerzen», welchen eine potenziell gefährliche Ursache zugrunde liegt (z.B. Blutung im Gehirn). Von den primären Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen und Migräne die häufigsten Formen. Zudem ist die Migräne eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt (in der Schweiz geschätzt ca. 1 Million Betroffene).

Im Vortrag werden folgende Themen angesprochen:

  • Kopfschmerzen: Unterscheidung zwischen harmlosen und gefährlichen Formen
  • Migräne (Diagnose, Pathophysiologie der Kopfschmerzen sowie der «Migräne-Aura»)
  • Therapie der Migräne
Apr.
16
Mi.
2025
9/11 – Wie zuverlässig sind Erinnerungen?
Apr. 16 um 14:30
9/11 – Wie zuverlässig sind Erinnerungen? @ ZHAW School of Management and Law

Prof. em. Dr. Klaus Opwis
Allgemeine Psychologie und Methodologie, Universität Basel

Erinnern Sie sich noch an die dramatischen Ereignisse des 11. Septembers 2001? Der Vortrag diskutiert Befunde von Studien, die über mehr als 10 Jahre die Erinnerungen von Personen an die Ereignisse des 11. Septembers 2001 untersucht haben. Wie stabil und/oder veränderlich sind diese Erinnerungen? Wie angemessen sind die Erinnerungen? Grundlage sind gedächtnispsychologische Forschungen zum Konzept des «flashbulb memory». Damit gemeint sind Erinnerungen, die sich gleichsam in unser Gedächtnis eingebrannt haben und die wir über Jahrzehnte lebhaft, detailliert und angemessen abrufen können.

Apr.
23
Mi.
2025
Rechtswissenschaft ohne Recht
Apr. 23 um 14:30
Rechtswissenschaft ohne Recht @ ZHAW School of Management and Law | Winterthur | Zürich | Schweiz

Prof. Dr. Andreas Kley
Rechtswissenschaftliches Institut, Universität Zürich

Es ist eine Krux mit dem Recht. Der Ausdruck ‘Recht’ hat nicht eine, sondern viele Bedeutungen. Je nachdem, was man unter dem Begriff versteht, gibt es unterschiedliche und vor allem auch wenig wünschbare «Rechtsordnungen». Das Recht ist ein Regelwerk, das es ermöglicht, Konflikte zu schlichten und zu beenden auf sprachlichem, d.h. auf friedlichem Weg. Es gilt auf der nationalen und der internationalen Ebene. Leitlinie sind dabei vorher aufgestellte Regeln.
In den letzten 10 bis 25 Jahren ersetzt die physische und militärische Gewalt immer mehr die friedliche Konflikterledigung. Beispiele dafür sind die zahlreichen Kriege, etwa der Ukrainekrieg, oder auf nationaler Ebene die vielen Staatsstreiche oder der Einsatz von willkürlicher Staatsgewalt gegen die Bevölkerung. Es sind auch politische Bewegungen entstanden, die ihre Anliegen mit physischer Gewalt durchsetzen. Dies alles zeigt, dass die regelbasierte Friedensordnung nicht selbstverständlich und in Gefahr ist.

Apr.
30
Mi.
2025
Klangschätze bewahren: Eine Reise durch das Phonogrammarchiv der Universität Zürich
Apr. 30 um 14:30
Klangschätze bewahren: Eine Reise durch das Phonogrammarchiv der Universität Zürich @ ZHAW School of Management and Law | Winterthur | Zürich | Schweiz

Dr. Camilla Bernardasci und Dr. Dieter Studer-Joho
Institut für Computerlinguistik, Phonogrammarchiv, Universität Zürich

Das Phonogrammarchiv der Universität Zürich ist das älteste Tonarchiv der Schweiz; es sammelt Dialektaufnahmen aller vier Landessprachen. Nach einem Überblick über die Archivgeschichte widmen wir uns den Herausforderungen, mit denen ein Tonarchiv im digitalen Zeitalter konfrontiert ist, wie Medienaufbewahrung, technische Entwicklung, Digitalisierung und Archivierung. Dabei lassen wir viele Kostbarkeiten erklingen.

Mai
7
Mi.
2025
Was wird aus Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen im Erwachsenenalter?
Mai 7 um 14:30
Was wird aus Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen im Erwachsenenalter? @ ZHAW School of Management and Law

Prof. em. Dr. Hans-Christoph Steinhausen
Kinder- und Jugendpsychiater und Klinischer Psychologe, Universität Zürich

Die Hälfte aller im Lebensverlauf auftretenden psychischen Störungen beginnt im Kindes- und Jugendalter. Die Risiken für das Entstehen und den weiteren Verlauf dieser psychischen Störungen im Erwachsenenalter sind zahlreich und unterschiedlich verteilt. Sie werden beispielhaft, auch mit Bezug auf eigene Studien, für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS), Autismus, Schizophrenie, Depressionen und die Essstörung der Anorexia nervosa dargestellt. Ferner werden die Auswirkungen der Therapie auf den Verlauf dieser Störungen zusammengefasst.

Sep.
17
Mi.
2025
Einsatz von Bewegungsanalyse zur Entwicklung von Technologien in der Physiotherapie
Sep. 17 um 14:30
Einsatz von Bewegungsanalyse zur Entwicklung von Technologien in der Physiotherapie @ ZHAW School of Management and Law

Michelle Haas
MSc ETH in Gesundheitswissenschaften und Technologie, ZHAW Gesundheit, Institut für Physiotherapie

In der Physiotherapie kommen vermehrt neue Technologien wie beispielsweise Computerspiele oder unterstützende Geräte wie Robotik zum Einsatz. Aber was braucht es, bis ein Produkt mit Patient:innen verwendet werden darf? Oft stellt sich die Frage «Welches Bewegungsmuster zeigt eine Person dabei?» oder «Wird die gewünschte Muskulatur auch wirklich trainiert?». Solche Fragen können durch Bewegungsanalyse beantwortet werden.
In dieser Vorlesung erfahren Sie, wie Bewegungen im Bewegungslabor gemessen werden und wie diese Messungen zur Entwicklung und Prüfung von Therapieprodukten genutzt werden.

Sep.
24
Mi.
2025
Reisefreiheit und Tourismus – ein historischer Überblick
Sep. 24 um 14:30
Reisefreiheit und Tourismus – ein historischer Überblick @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. Valentin Groebner
Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Luzern

Es ist nur sechs Jahre her: 2019 waren ‘overtourism’ und die negativen Effekte des boomenden Fremdenverkehrs medial allgegenwärtig. Dann kam die Pandemie, mit geschlossenen Grenzen, verlassenen Flughäfen und mit zuvor unvorstellbaren Registrierungs- und Kontrollpflichten überall. 2024 waren global wieder so viel Touristen unterwegs wie zuvor, auch in der Schweiz. Oder mehr. Was lässt sich aus der Vergangenheit über die Zukunft des Tourismus lernen?

Okt.
1
Mi.
2025
Mumienforschung: Aus der Vergangenheit für die heutige Medizin lernen
Okt. 1 um 14:30
Mumienforschung: Aus der Vergangenheit für die heutige Medizin lernen @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. med. Frank Rühli
Medizinische Fakultät, Universität Zürich

Gab es Arthrose und Arterienverkalkungen schon in früheren Zeiten? Wie entwickelt sich die Lebenserwartung? Antike Mumien sind eine wichtige Quelle für die biomedizinische Forschung. Mit modernster Technik können auch für die heutige Medizin bedeutende Informationen zu Gesundheit und Krankheit aus vergangenen Zeiten erforscht werden. Im Vortrag werden bekannte Mumien wie Tutanchamun oder Ötzi besprochen, aber auch die generelle Bedeutung von biomedizinischen Mumienanalysen wird dargelegt. Verschiedene Erkenntnisse sind dem Swiss Mummy Project zu verdanken, einer seit über 20 Jahren an der Universität Zürich beheimateten weltweit tätigen Forschungsgruppe.

Okt.
8
Mi.
2025
Der Blick für das Gemeinwohl – und die Macht des Gemeinsinns
Okt. 8 um 14:30
Der Blick für das Gemeinwohl – und die Macht des Gemeinsinns @ ZHAW School of Management and Law

Prof. em. Dr. Peter-Ulrich Merz-Benz
Soziologisches Institut, Universität Zürich

Immer wieder, auf verschiedenste Art, wird das Gemeinwohl für uns zum Thema – der Schutz vor Covid ist nur ein Beispiel. Doch wie lässt sich das Gemeinwohl bestimmen? Weder durch kollektive Entscheidungsfindung noch durch Massnahmen der Wohlfahrtsökonomie. Der Weg zum Gemeinwohl führt in die Sphäre der «Gemeinschaft», zum «Gemeinsinn», einem intuitiven Wissen davon, was für uns das ‘Richtige’ ist.

Okt.
15
Mi.
2025
Energiekrise – hausgemacht oder importiert?
Okt. 15 um 14:30
Energiekrise – hausgemacht oder importiert? @ ZHAW School of Management and Law

Dr. Michel Piot
Institut für Mathematische Statistik und Versicherungslehre, Universität Bern

Die Befürchtungen einer Strommangellage in der Schweiz wurden im Jahr 2022 plötzlich sehr real. Liegen Versäumnisse in der europäischen und Schweizer Energiepolitik vor oder handelte es sich um ein unvorhersehbares Aufeinandertreffen zahlreicher ungünstiger Ereignisse?
Mit dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien und dem indirekten Gegenvorschlag zur Blackout-Initiative sollen Massnahmen ergriffen und angedacht werden können, die dazu beitragen, die mittel- bis langfristige Winterversorgung mit Strom zu sichern.
Was ist der Stand der Umsetzung und mag der Zubau der Produktion in der Schweiz dem erwarteten Stromverbrauchswachstum folgen?